Wieviel Lumen dürfen es sein – Tag 5

Vor 5 Tagen habe Ich das Aquarium eingerichtet und da Ich am Wochenende nicht dazu komme möchte Ich schonmal heute meine ersten Eindrücke schildern und berichten.

Zuerst einmal etwas sehr Interessantes welches mir direkt am 2ten Tag aufgefallen ist:
Direkt nach dem einpflanzen hat das HCC angefangen täglich zum Abend hin zu perlen. Dies aber schon bei der dritten LED vorne. Diese läuft mit 400mA welches einer LED Leistung von 167,5Lumen entspricht bei 6,7Litern 25lm/L, man kann aber eher von weniger ausgehen da die Streuung größer ist als erhofft.
Ab dem dritten Tag konnte ich dieses Verhalten auch bei noch mehr Pflanzen im niedrigen Lumenbereich entdecken.

Da Bilder meist mehr sagen als viele Worte möchte Ich hier mal nen paar vergleiche zeigen die am Tag 5 aufgenommen wurden:

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Dies ist der „Baum“ der genau zwischen 15lm/L und 40lm/L steht. Man erkennt sehr gut wie die helle Seite stark perled und auch farblich besser aussieht. Auf der Bild-abgewanten Seite, bei 20lm/L sind auch perlen an den Enden zu erkennen, diese aber viel kleiner.

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Was Ich sehr beeindruckend finde: Der Javafarn perled auch bei 15lm/L. Dies zeig jetzt schon das Aquarien mit weniger anspruchsvollen Pflanzen nicht mit gängigen 30lm/L beleuchtet werden müssen.

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Dieses HCC wurde bei 25lm/L gepflanzt. Auch hier zeigen sich schon leichte Perlen an den Blättern.

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Ein Vergleich von Fissidens bei 30lm/L (links) und 55lm/L (rechts): Sehr schön erkennt man das rechts schon neue grüne Triebe entstehen und viele Perlen an den Spitzen sind. Dagegen sieht das Moos bei 30lm/L noch recht „normal“ aus.

Wie man sieht macht das Licht bei gleichen Wasserbedingungen sehr schnell, sehr starke unterschiede. Ich bin gespannt wie es sich in den nächsten Wochen weiter entwickelt.

Wir basteln uns einen Außenreaktor

Heute Abend hatte Ich Zeit den Außenreaktor Bausatz von Aquasabi zusammen zu Bauen.

Im Packet lag alles was man an Teilen braucht:

  • 2x klebe Schlauchanschlusstüllen 16/22
  • 30 cm klares PVC Rohr – 5 cm Durchmesser
  • 1x Klebekappe
  • PVC Gewindeübergangsmuffe
  • Schraubkappe mit Gummidichtung
  • Rückschlagventil
  • JBL CO2 Schlauch (3 m)
  • 1 Beutel Grobfiltermaterial
  • 2x Wandhalter
  • 2x blauer POM Schlauchanschluss mit 1/4″ Gewinde für 6/4 mm Schlauch
  • Aqua Medic Absperrhahn
  • 20 cm 6/4 mm PVC Rohr – klar
  • Atomizer – gerade Ausführung

Was man zusätzlich noch braucht:

  • Bohrer/Bohrmaschine
  • Fräser (einfacher als Bohrer in passender Größe)
  • Tangit Kleber
  • Tangit Reiniger

Ich hab mich beim Zusammenbau an dem von Tobi geposteten Bild auf Flowgrow.de orientiert.
Zuerst wurden alle späteren Löscher mit einem Holzbohrer angebohrt. Dies hat den Vorteil das die Metallbohrer, die Ich zum durchbohren benutze, nicht wegrutschen.

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Nachdem alle Markiert waren kamen erstmal 8mm Löscher in die PVC Teile. Ich habe dabei den Reaktor schon fertig zusammen gesteckt (nicht geklebt) um exakt passende Bohrungen zu erhalten. Dann wurden die Bohrungen mit nem Spiralfräser (oder wie das Ding heißt) vergrößert. Dabei sollte man langsam vor gehen und immer wieder nachmessen. Größer Bohren geht immer, kleiner nie. Grade bei den Endstücken, wo die blauen Schlauchanschlüsse dran kommen, sollte man gut auf passen. Wenn man schnell und vorsichtig bohrt erhitzt sich das PVC und man kann ein Gewinde rein drehen.
Danach wurde mit einem graden Fräser die Schlauchtüllen exakt eingepasst. Hierbei Vorsichtig immer im kreis arbeiten, nicht dass wir nen Ei haben.

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Wenn das gemacht ist, ist das schwerste gepackt. Nun können wir alle Teile, besonders die Klebestellen gründlich reinigen und dann aufpassen das wir sie nicht mehr mit Fingern berühren. Der Tangitkleber wird dann auf beide Seiten der Klebestellen aufgetragen und verstrichen. Dann zügig zusammen stecken bzw. reindrehen. Achtet dabei besonders drauf das die Löscher für die Tüllen sehr genau passen. Einmal minimal angetrocknet ist ein verschieben nicht mehr möglich und es ist evt. keine saubere Verklebung möglich.

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Die obere Verbindung zum späteren entlüften habe Ich dabei nicht komplett rein gedreht. Hierdurch ist später ein vollständiges entlüften möglich. Das kleine Rohr für den Atomizer habe Ich ebenfalls eingeklebt. mit bisschen Gewalt passt es sehr gut in das Loch des Anschlusses.
Nach einer Stunde Aushärtungszeit habe Ich den Atomizer angebracht und alles zusammen geschraubt. Die Füllung war bisschen schwer in Position zu bringen ohne zu verdichten, hierbei sollte notfalls weniger genommen werden da Sie nur zum verwirbeln da ist und nicht zu kompakt sein sollte. Jetzt muss Ich nur noch nen Schlauchadapter auf 12/16 basteln und dann kann er in Betrieb genommen werden. Wenn jemand sich wundert warum Ich keine 12/16 Tüllen genommen habe: Diese ergeben eine weitere Engstelle im Wasserkreislauf und damit zu einer Reduzierung der Pumpenleistung. Dies will Ich vermeiden.

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Ein Review der Leistung folgt in ein paar Tagen.

Wieviel Lumen dürfen es sein – Einrichtung

Nachdem sich die Post mit (In-) Kompetenz bekleckert hat konnte heute Endlich das Becken eingerichtet werden.

Im lang ersehnten Paket von Aquasabi war der Lang Bodengrund und die wichtigsten Pflanzen für den Test drin. Das Soil, welches von Aquasabi zur Verfügung gestellt wurde waren 2 Packete Amazonia sowie 1 Packet new Amazonia Powder, alle von der Firma ADA / Aqua Design Amano. Zwar hatten alle einen Transportschaden und konnten nicht mehr verkauft werden, dennoch ist es immer noch eins der besten Soils auf dem Markt und somit eine sehr gute Basis für den Test.
Desweiteren befanden sich im Paket 5 Töpfe Alternanthera reineckii ‚Mini‘ der Firma 1-2-GROW!. Von diesen bin Ich direkt mehrfach begeistert. Die Menge war nicht nur größer als normale Töpfe, auch die Qualität der Pflanzen waren weit über dem was Ich gewöhnt bin. Definitiv sind diese Pflanzen den etwas höheren Preis wert gewesen.
Zusammen mit 5 Töpfen Hemianthus callitrichoides “Cuba“ dessen Qualität auch sehr gut war und sehr gut durchwurzelt war die Hauptbepflanzung komplett.
Weiterhin wurde ein Nano Becken von mir aufgelöst, wodurch eine riesen Menge Fissidens fontanus gewonnen wurde. Dieses wurde auf Drachensteine, eine Kokusnuß und eine Wurzel, die als Baum platziert wurde, aufgebunden. Im Nano befanden sich noch einige Cryptocoryne parva. Diese waren zwar nicht geplant, wurden aber dennoch dazu gepflanzt um eine weitere Pflanzenart zu haben die eigentlich mittlere bis hohe Lichtverhältnisse benötigt.
Vom Flowgrow User Aram habe Ich noch Ludwigia „Rubin“ bekommen, welches geteilt und eingepflanzt wurde und einen Microsorum pteropus Ableger, welcher im Bereich um 20lm/L aufgebunden wurde. Durch diesen hoffe Ich später eine gute Aussage über die benötigten Lichtverhältnisse von anspruchslosen Pflanzen treffen zu können.
Die Bepflanzung ist zwar nicht plazierungsverdächtig in einem Aquascape Kontest, dafür aber zweckmäßig gut verteilt.

Des weiteren wurde von Aquasabi noch Dünger geliefert von der „Hausmarke“ Aqua-Rebell. Grade durch die genauen Angaben und Transparenz des Produktes, sowie hochwertigen Inhaltsstoffen eignen sich Makro Basic – Estimative Index und Mikro Basic – Eisenvolldünger hervorragend für den Test als Düngerversorgung.

Der CO2 Reaktor, welcher als Bausatz geliefert wurde konnte leider noch nicht zusammen gebaut werden. Daher wird CO2 im Moment durch einen CO2 Diffusor „Japan Stil“ 3000 gewährleistet. Als kleines Geschenk laen noch 2 Nano CO2 Dauertests bei, wovon einer direkt mit CO2 Check – 30 mg per Liter gefüllt wurde. Co2 Versorgung wird zwar durch PH-Steuerung geregelt, doch ist ein Visueller Check immer noch das Beste.
Schnellstmöglich möchte Ich dann aber den Reaktor in betrieb nehmen und in Verbindung damit auch den Außenfilter.

Zum Schluss möchte Ich dann nochmal vielen dank an Tobias Coring, Chef und Inhaber von Aquasabi sagen, nicht nur für seine Unterstützung bei diesem Projekt, sondern auch weil er das Portal Flowgrow betreibt und mit seinen Beiträgen, den Düngerserie Aqua-Rebell und immer wehrendem guten Support und Tipps vielen Aquarianern zu einem sehenswertem Becken verhilft.

 

Und hier noch einige Bilder vom Beginn des Projektes.

Vor dem befüllen:

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Nach dem befüllen:

2013-06-20 17.26.19  2013-06-21 00.30.54 2013-06-21 00.31.04

Detailaufnahmen des „Baumes“, gut zu sehen der Lumen Unterschied und Unterschiede des Lichtes am Boden. 2013-06-21 00.31.53 2013-06-21 00.30.26 2013-06-21 00.32.47

Wieviel Lumen dürfen es sein – Es werde Licht

Heute wurde der (fast) letzte Schritt der Technik absolviert: Anschließen und Testen aller LED’s und KSQ, sowie Dosierpumpen.

Zuerst wurden alle KSQ mit passenden Widerständen bestückt das Sie möglichst nah an den vorgegebenen Lumen-Werten liegen. Der Rest wird später über Einstellungen in der Software geregelt. Insgesamt 12 KSQ später wurden alle angeschlossen und Test weise angeschalt. Und wie ich sehen konnte sah Ich nix… Erster Gedanke: Kurzschluss. Alles durchgemessen, nix. Verkablung: Nix… Insgesamt 30 Minuten später hab Ich mich dann an eine alte IT-Weisheit erinnert: Schon mal mit aus und einschalten versucht? Nun ja, alles auseinander gebaut, wieder alles wieder zusammen gebaut, funktioniert… Dann wurden alle KSQ auf den Alu-Profilen befestigt und dabei wieder einzeln getestet. Nachdem die gesamte Aktion nach 2 Stunden erfolgreich absolviert war konnte Ich auch das erste mal testen wie es Später im Aquarium aus sehen wird.

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Was auf den Bildern leider nicht so gut rüber kommt sind die unterschiedlichen Lichtverhältnisse und Leuchtkraft der LED’s. Was man allerdings sieht ist ds die 60° Linsen sehr stark streuen. Hier hoffe Ich das sich das mit Bodengrund und Wasser noch ein bisschen legt, Sonst werden sie doch noch mal ausgetauscht.

Zum Abend hin hab Ich dann noch ne Technik Ecke für den Controller und Dosiereinheit gebastelt. Außerdem wurde noch ein Schaltrelais für die Temperatursteuerung und Netzteil für Controller und Dosierpumpen Stromversorgung angebracht. Später kommt dies dann neben das Aquarium und die Schläuche werden über den Beckenrand geführt.

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Am Montag ist mit Aquasabi vereinbart das die Pflanzen, Dünger, Bodengrund und restliche Technik verschickt werden, Mittowoch soll es ans einrichten gehen.

Wieviel Lumen dürfen es sein – Die Technik ist da

Heute war neben einem Erfolgreichem Arbeitstag auch ein erfreulicher Bastelabend angesagt.

Nachdem Ich längere Zeit nach passenden LED’s und Linsen gesucht habe, habe Ich Ende letzter Woche mit der Firma LUMITRONIX® LED-Technik GmbH einen guten Partner gefunden der mich bei dem Projekt unterstützt.

LUMITRONIX

Nach mehreren netten Mails mit dem Support wurde mir die Unterstützung bei diesem Projekt und zukünftigen zugesagt, wofür Ich mich an dieser Stelle noch einmal Herzlichst bei der Frau Dittmann  bedanken möchte.

Leider waren die geplanten 40° Linsen nicht mehr ausreichend auf Lager, um aber nicht länger warten zu müssen habe Ich mich für 60° Optiken der Firma Ledil enschieden. Diese gibt es bei www. leds.de / Lumitronix als 35mm Version für XM-L. Für die Optiken gibt es passende Halter, die Ich ebenfalls über Lumitronix erhalten habe. Zusammen mit Cree XM-L U2, weiß, 975 Lumen mit Platine (Star) ist der Licht teil damit komplett.

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Leider haben die Halter ein kleines Kompatibilitätsproblem mit den Verwendeten Star Platinen. Daher war erstmal eine kleine Modifikation nötig damit die Lötstellen passen und Ich die Halter in die von mir verwendeten Alu Kühler einfügen konnte. ca. 30 Minuten und 4 Pflaster später war alles passend und sah Zweckmäßig gut aus.

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Danach wurden die anderen XM-L fertig verkabelt und kurz getestet. Normalerweise bin Ich zwar ein Freund von erst aufkleben, dann verlöten, um aber optimalen Sitz der Optiken zu gewährleisten habe Ich mich diesmal für diesen Weg entschieden. Verklebt wurden die LED’s wie immer bei mir mit Wärmeleitkleber, Thermal Adhesive der Firma Arctic Silver.

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Das Resultat der abendlichen Aktion ist eine fertig bestückte Leuchte mit 15 LED’s inc Optiken und Haltern und weil ich Sie grade noch rumliegen hatte auch 2 Blauen LED’s für die Nachtbeleuchtung.

Gesteuert wird die Lampe von einem Stark modifizierten LED Controller aus Eigenentwicklung. Stark modifiziert weil er eigentlich dazu da ist um „nur“ 16 KSQ zu Dimmen. Ich hab Ihn aber so umgebaut und erweitert das er in einem die Düngung mit übernehmen kann und die Steuerung der CO² über den PH Wert. In dieser Variante kann er zwar nur noch 11 KSQ Steuern, dies reicht aber für die Beleuchtung aus. Obwohl der Balken voll bestückt ist mit 15 LED’s werden wahrscheinlich nur 10 angesteuert um Streuung zu verhindern und genauere Angaben über die Lumen machen zu können.

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Morgen steht dann der Bau der Dosiereinheit für Dünger von Aquasabi auf dem Programm und der Controller Code muss komplett umgeschrieben werden damit er seinen Zweck erfüllt.

 

Aber zum Schluss noch was lustiges was passieren kann während man seine LED’s testet:

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Wieviel Lumen dürfen es sein – Der Testaufbau

Langsam ist es soweit, in 3 Tagen soll der Test Starten und schon tauchen die ersten Probleme auf:
Leider hat es sich als ein wenig schwerer erstellt als Gedacht die Benötigten LED’s und Optiken zu beschaffen. Dies wird nun hoffentlich Montag so weit sein, was mir die Möglichkeit gibt ein bisschen mehr über den Aufbau zu schreiben.

Zuerst einmal zu dem Becken:
Hierbei handelt es sich um ein umgebautes Terrarium welches mittlerweile schon zum dritten mal umgebaut wurde. Mit dem Ursprungs-maß 80x40x50 (B/T/H) war es sehr ungeeignet. Daher wurde die komplette Oberseite und Front raus getrennt und auf die Rückwand gelegt. Vorne wurde eine neue Scheibe aus 4mm Klarglas eingeklebt.
Die Aufhängung der LED’s besteht aus 3 Alu-Profilen. Diese wurden mit T-Profilen an den Seiten verschraubt und auf das Aquarium gelegt. Zusätzlich in der Mitte stabilisiert und nochmals verschraubt.

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Für den LED Test werden erstmal nur der Vordere und hintere Balken in betrieb genommen. Bei den LED Optiken musste Ich auf 40° Winkel zurück greifen. Dies verändert ein Wenig die Liter Berechnung und die Winkel.

 

Die Beleuchtung:
Unter Berücksichtigung des Streuung trotz Linsen und einberechnung des Brechungswinkels von Luft zu Wasser, kann man von einer Ausleuchtungsfläche von 15,5cm aus gehen und ca 6,7 Litern.

Mit diesen Werten können die einzelnen KSQ für die LED’s errechnet werden:

lm/L % XM-L mA
15 35,89 180
20 47,86 300
25 59,82 400
30 71,79 500
35 83,75 590
40 95,71 680
45 107,68 710
50 119,64 840
55 131,61 950
60 143,57 1050

Hierbei muss Ich eingestehen, dass die Berechnung nicht 100% richtig ist und die KSQ auch nicht so bestückt werden können. Es ergeben sich daher nochmals minimale Abweichungen später, die Ich aber ins Prüfprotokoll mit übernehmen werde.

 

Eingesetzte Pflanzen:
Die Pflanzenwahl hat sich ebenfalls ein Wenig verändert. Als kleinbleibende Bodendecker werden:
Alternanthera reineckii ‚Mini‘ von 1-2-GROW!
Hemianthus callitrichoides “Cuba“
e
ingesetzt. Beide Pflanzenarten werden über www.aquasabi.de bezogen, wie auch vieles andere für den Test.
Des weiteren kommt nach wie vor Ludwigia „Rubin“, zur verfügung gestellt vom Flow Grow User Arami Gurami und Fissidens Fontanus aus eigenem Bestand hinzu.

 

*Artikel wird fortgesetzt*

AquaGrow Platine Software und Einstellungen

Der Letzte Schritt zum Funktionierenden Aquariencontroller: Software runter Laden und auf den Controller überspielen.

Hierzu brauchen wir erstmal die Arduino Umgebung und alle nötigen Treiber. Hierzu möchte Ich auf die Arduino Dokumentation unter http://arduino.cc/de/Guide/HomePage verweisen.

Den Code den man braucht um alle Komponenten steuern zu können findet Ihr unter http://svn.ravendev.de. Hierbei gibt es 2 wichtige Ordner:
Development -> Der Ordner an dem Ich immer mal wieder arbeite. Alles was hier drin ist ist evt nicht funktionsfähig.
Finals -> Lauffähiger und getesteter Code. Final steht hierbei nicht für Final, sondern nur dafür das es läuft. Der Code ist work in progress und wird evt immer mal wieder geändert und erweitert.

Wichtig ist zuerst einmal das Ihr euch die Ordner unter /Finals/arduino-1.0.4/libraries/ runter ladet und installiert. Diese libs werden Zwangsläufig benötigt.
Unter /Finals/MAQ/ ist das Eigentliche Programm/ der Code für den Controller. Diesen könnt Ihr komplett runter laden, entpacken und in Arduino öffnen.

Besondere Programmteile möchte Ich euch noch kurz erklären.

Zuerst einmal alle tabs die Ihr im oberen Rand seht. Hierbei steht jeder für eine Rubrik an Funktionssammlungen die zur Übersicht gesplittet wurden.

tabs

 

MAQ Ist der Hauptcode, Clock alles was unsere Uhr betrifft, Display die grafische Ausgabe, Duengung unsere Dosiereinheit, Functions Hilfsfunktionen ohne zugehörigkeit, Licht für alles was man dimmen kann (inc 10V Schnittstelle) und Menü mein Sorgenkind. ;)

Zuerst sollten wir mal schauen das die Parameter die wir einstellen müssen stimmen.

Display:
Hierbei ist wichtig das wir die richtige Adresse auswählen. Wir schauen also auf unsere Platine und suchen den IC2, neben dem Poti. Dieser trägt entweder die bezeichnung PCF8574P oder PCF8574AP.
Nun suchen wir die Zeile

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LiquidCrystal_I2C lcd1( 0x38 ,20,4,LCD_BL); // LCD Adress / Chars / Rows / PWM Pin

Im Falle des PCF8574P muss 0x38 in 0x20 geändert werden.
Nun gibt es 2 Methoden um das Hintergrund Licht des Displays zu steuern: Automatisch und Manuell. Hierfür sind weiter unten die Zeilen

1
2
// lcd1.backlight(DaylightLevel*2.55);
lcd1.backlight(255);

zuständig. Die obere steht dafür für ne Automatische Anpassung nach „Tageslicht“, die untere für immer ganz an. Als Zahl kann man alles zwischen 1 und 255 eingeben, wobei 255 das Hellste ist.
Das was auf dem Display erscheint findet Ihr unter „Display“ und dann in der Funktion main_Screen(). Die könnt Ihr anpassen um sie nach euren wünschen zu gestalten.

Temperatursensoren:
Jeder Sensor ha teine eigene ID. Diese muss erstmal ausgelesen werden und dann eingetragen werden, so das der Controller bescheid weis. Öffnet am Besten den Beispiel Sketch ds18b20_demo. Ladet den auf euren Controller und schaut im Serial Monitor welche ID’s es gibt und welcher Sensor welche hat. Ihr müsst aber im Beispiel den Pin auf 44 ändern:

1
DS18B20_List ds18b20(44);

Dann sucht Ihr unter MAQ die Zeilen

1
2
#define TempOnBoard 0xC7B5
#define TempWater 0xBFAE

und ändert Sie passend ab.
Bisschen weiter unten finden wir noch die Temperatur.

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2
//WasserTemperatur
float Water_Temp = 25.5;

Damit die Heizung nicht zu schnell schaltet wird immer +-1°C geregelt. 25.5 heist also das bei 25 geheizt wird und bei 26 es aus geht.

Relays: 
Nun geht es noch daran die Richtigen Pins den Relays zu zu ordnen.

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const int RELAY1 = 23;  // Heizung
const int RELAY2 = 25;  // Netzteil LED
const int RELAY3 = 27;  // Filter
const int RELAY4 = 29;  // CO2
const int RELAY5 = 31;
const int RELAY6 = 33;
const int RELAY7 = 35;
const int RELAY8 = 37;

Licht und Dimmung: 
Die Dimmung ist etwas komplexer. Sie besteht aus 2 Teilen: Ein Array was alle gespeicherten Werte enthält und ein struct was die Werte interpretiert. Schauen wir uns zuerst einmal das Struct an:

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typedef struct {
boolean Active;    // Über diesen Kanal Dimmen
float Sunrise;    // Zeit Sonnenaufgang
float Sunset;    // Zeit Untergang (Dunkel)
int Min;     // Minimum Helligkeit
int Max;    // Max Helligkeit
int Dim_in;    // Länge minuten eindimmen
int Dim_out;    // Länge Minuten ausdimmen
boolean Invert;  // Werte vertauschen
}LIGHT;

Was bedeutet das für uns? Jeder Kanal hat diese ganzen Einstellmöglichkeiten und wir können festlegen wann eine Lampe an/aus geht, wie hell die minimal/maximal ist und wie lange das ein/ausdimmen geht. Manche EVG’s und KSQ arbeiten nach anderen Prinzipien. So kann es passieren das 0 = ganz an und 100% ganz aus ist. Das legen wir über Invert fest. Doch wo stellen wir das Jetzt ein?

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LIGHT light_channels[20] = { 
{ 0, get_ts(10,0,0), get_ts(23,0,0),0, 100, 30, 45,1}, 
{ 0, get_ts(10,30,0), get_ts(22,0,0),0, 100, 60, 120,1}, 
.....
.....

Genau hier. Die Reihenfolge ist gleich zum Struct oben. Doch anstelle von Zeiten ein zu geben benutzen wir ne kleine hilfsfunktion:
float get_ts(int h, int m, int s) macht nix anderes als eine Uhrzeit mit Komma getrennt in Sekunden um zu rechnen. also 10,0,0 steht für 10:00:00 Uhr, 10,30,0 für 10:30:00Uhr.
Noch wichtig ist die Zeile

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//Abweichung für Tageslicht basierten Verlauf
int LightOffset[24]={
0,0,0,0,0,0,
0,0,0,0,0,0,
0,0,0,0,0,0,
0,0,0,0,0,0
};

Hiermit können wir einen Tagesverlauf festlegen. jede Zahl steht dabei für eine Stunde. Wenn man jetzt eine 10 an 12ter Stelle schreibt bedeutet das das es um 12:00Uhr 10% Heller ist. -10 bedeutet 10% dunkler. Beachtet das 110% nicht möglich ist. Also wer seinen Kanal schon auf max 100 gestellt hat wird nix regeln können.

Uhrzeit:
Bleibt noch die Aktuelle Zeit. Hierfür finden wir in Clock 2 Zeilen:

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2
  TimeIsSet = 0xffff;
RTC.setRAM(54, (uint8_t *)&TimeIsSet, sizeof(uint16_t));

Wenn wir den Sketch hoch laden wird automatisch die PC Zeit in die Uhr geschrieben. Es gibt aber einen Nachteil: Im Falle eines Resets wird diese Zeit wieder genommen. Da wir aber eine Backup Batterie haben und nicht immer diese Uhrzeit nehmen wollen, müssen wir den Sketch 2 mal hochladen. Einmal mit diesen Zeilen so wie sieh stehen, einmal mit auskommentierten Zeilen:

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2
 // TimeIsSet = 0xffff;
// RTC.setRAM(54, (uint8_t *)&TimeIsSet, sizeof(uint16_t));

Wer mal testen möchte wie das Licht um irgend eine andere Zeit ist oder einfach eine Falsche Zeit einstellen möchte, der kann im Block unter diesen Zeilen den Wert manuell setzen.

Dünger:Bleibt noch der Dünger. Hierfür müssen die Düngermengen und Düngerzeiten angepasst werden.

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// Düngermengen
float duenger1 = 3.00;    // Spezial N 1ml/50L
float duenger2 = 1.00;    // Spezial Flowgrow 2ml/100L
float duenger3 = 2.00;    // Mikro Basis Eisen 2ml/100L
float duenger4 = 1.00;
float duenger5 = 3.00;    // Estimate Index 5ml/40l
//Dünger Zeiten
float d1Time= get_ts(9,0,0);    // 9:00
float d2Time= get_ts(10,0,0);
float d3Time= get_ts(11,0,0);    // 11:00
float d4Time= get_ts(20,0,0);    // 18:00
float d5Time= get_ts(21,0,0);    // 12:00

Das sind quasi meine Mengen die Ich täglich dünge. Für die Zeiuteinstellung nehmen wir wieder unsere funktion get_ts(). Mit kleiner anpassung kann man auch 2 mal täglich einen dünger düngen. Wir müssen nur eine neue Variable für die Zeit schaffen und dann die passende Funktion:

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//Achtung, dies ist keine Standart Variable, Sie kommt von mir!
float d2Time1= get_ts(15,0,0);

Und unter dem Reiter/Tab Duenger

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  if(Daystamp>=d2Time1 && Daystamp<d2Time1+duenger2&&digitalRead(TIP2)==LOW){
digitalWrite(TIP2,HIGH);
}else if((Daystampd2Time1+duenger2) && digitalRead(TIP2)==HIGH){
digitalWrite(TIP2,LOW);
}

Wieivel Lumen dürfen es sein?

Ein Test zum Lumen/Liter Verhältniss in Aquarien, geplant und durchgeführt von M. Stapelfeldt

 

Beschreibung

In der Pflanzen Aquaristik werden immer mehr Becken auf LED Beleuchtungen umgerüstet oder bei Neuanschaffung direkt mit dieser Ausgestattet.
Da LED’s Stromsparender sind als Leuchtstoffröhren macht dies auf lange Sicht hin sehr viel Sinn, auch wenn es eine einiges höhere Erstanschaffung ist.

Doch wie viel Lumen brauch man in einem Süßwasseraquarium? Das alt bekannte Watt/Liter Verhältnis von T5 Lampen kann man nicht anwenden und da LEDs sehr Strom abhängig sind und das Watt/Lumen Verhältnis sehr schwankt muss man hier andere werte als Richtwerte her nehmen.

Mittlerweile hat sich bei LED die Angabe von Lumen/Liter durchgesetzt, nicht aber welcher wert als Richtwert gelten soll. Nach Umrechnung von Beleuchtungsstärke T5 im Vergleich zu LEDs mit Zuhilfenahme von Herstellerangaben kommt man teils auf nötige 15-20lm/L. Manche sprechen jedoch von 30lm/L und wieder andere meinen für anspruchsvolle Pflanzen müssen es über 40lm/L sein.

Dieser Test soll direkt vergleichbare werte liefern und so als Grundlage für spätere Aquarien dienen können und auch reproduzierbar sein.

 

Testumgebung, Kurzbeschreibung

Als Testbecken dient ein Aquarien mit dem Grundmaß 50x80cm. Beckenhöhe beträgt 30cm.
Beleuchtet wird mit High Power LED’s der Firma CREE, Typenbezeichnung XM-L. Leuchtfarbe dieser wird mit 5700-6500 Kelvin angegeben.
Als Bodengrund wird Soil für Wasserpflanzen eingesetzt.
Düngung wird realisiert über das Estimate Index Prinzip. Zusätzlich wird Eisen Volldünger hinzugeführt. Versorgung mit CO² kommt über Druckgas.
Geringfilterung und Garnelen als Besatz bilden den Rest der Testumgebung.

 

Testumgebung, Ausführlich

Da es in diesem Test Primär um die Beleuchtung geht steht diese Im Vordergrund der Planung.
Das Prinzip ist das LEDs bei verschiedener Bestromung unterschiedlich Hell sind, bzw bei höherem Strom mehr Lumen abgeben.
XM-L haben einen Mindeststrom von 100mA, der Maximalstrom liegt bei 3 Ampere. Laut Datenblatt liegt der Referenzstrom (100%) bei 700mA. Hierbei liefern sie 280lm im eingesetztem T6 Binding. Durch Optiken lassen sich diese auf kleine Fläche Bündeln und somit durch den Lichtkegel und dem darin befindlichem Wasser ein Rückschluss auf das lm/L Verhältnis ziehen.
Durch die eingesetzten 30° Optiken ergibt sich bei 20cm eine Ausleuchtungsfläche von 10,7cm. Bei 35cm  eine Fläche von 18,8cm. Durch die Beckenhöhe von 30cm und eine LED Montage höhe von 10cm Über dem Becken, sowie dem Eingesetzten Bodengrund sind diese beiden Flächen die Referenze für die Literberechnung. Eine LED Beleuchtet ca. eine Fläche von 14,8cm. Bei einer Wasserhöhe von 28cm und Ohne Bodengrund ergeben sich so 7,8Liter pro LED.
Um Überschneidungen der Leuchtkegel zu vermeiden werden die LEDs 15cm auseinander aufgehängt. Auf die Größe der Grundfläsche ergeben sich so eine Maximal Anzahl von 3 LEDs in der Tiefe (45cm ausleuchtung) und 5 LEDs Nebeneinander.
Im Test sollen Lumenwerte von 15-60lm/L getestet werden. Somit ergeben sich 5lm/L Schritte bei 10 LEDs. Die mittlere Reihe wird daher mit 2×25, 1x 20 und 2x30lm/L konstant beleuchte das diese werte als Gängig gelten. Die hintere Reihe wird je eine LED von 60-40lm/L abdecken, die Vordere Reihe 2×35, 1×20, 2x15lm/L abdecken.
CO² wird von Anfang an mit 30mg/L sichergestellt, Die Düngung wird nach Herstellerangaben von Aquasabi Automatiesiert zugeführt.

 

Bepflanzung

Da grade Rote Pflanzen auf Licht reagieren werden mehrere Stengel Ludwigia „Rubin“ pro LED eingesetzt. Zusätzlich sollen noch eine andere Gattung hinzu kommen um Zufälle aus zu schließen.
Um den Bodengrund zu Beplanzen wird Hemianthus callitrichoides „Cuba“ eingesetzt, da dies eine Hohe Beliebtheit hat sowie Fissidens fontanus um ein Moos mit ein zu bringen welches geringe bis hohe Lichtansprüche hat.

 

Technikspezifizierung

Um die gewünschten Lumenmengen die Benötigt werden gezielt zu erreichen werden KSQ mit 300mA bis 1200mA eingesetzt. Die Steuerung morgens und abends erfolgt über einen Controller mit Echtzeit Uhr. Dieser Steuert auch die Tägliche Düngemenge in mehreren Intervallen über den Tag verteilt. Desweiteren wird die Temperatur darüber gesteuert.
Als Filter kommt ein Außen Filter mit Geringfilterung zum Einsatz. CO² wird über Außenreaktor ein gewaschen am Filterauslass.

 

Umsetzung

Projektstart des Testes soll der 10.6.2012 sein. Ab da soll eine Wöchentliche Protokollierung der Entwicklung und Bilder zum Wachstum erfolgen. Diese sollen öffentlich den Usern von Flowgrow.de zur Verfügung gestellt werden sowie auf meiner Privaten Homepage hinterlegt werden. Dauer des Projektes ist noch nicht ab zu sehen. Nach 3 und 6 Monaten sollen aber neben den Wochenberichten Teilabschluss berichte und resultierendes Fazit entstehen. Ab dem dritten Monat sollen zusätzlich Wöchentlich gängige Wasserwerte anhand von Photometer gemessen werden und Protokolliert.

Zu der Allgemeinen Pflege des Beckens werden neben Wöchentlichen Wasserwechseln und regelmäßiges Zurückschneiden der Pflanzen nur gelegentliches anpassen des Düngers erfolgen. Der Pflanzenwachstum soll so gut wie möglich nicht beeinflusst werden um evt resultierende Verfälschungen zu vermeiden.