Was lange währt, ….

dauert sehr lange.
Anfang März 2014 habe Ich mich das erste mal über mein nächstes Projekt geäußert in Form des „etwas“ überdimensionierten Controllers auf Basis des Arduino Due mit TFT Display und funktionen die niemand braucht und doch sehr viele haben wollen. Mittlerweile, 8 Monate später, ist der Controller immer noch nicht fertig (was ich niemals gedacht hätte), doch im laufe der Zeit sind viele Dinge passiert die mich manchmal zum lachen, zum weinen, grübeln, schmunzeln und auch um den Versand gebracht haben…
Eine dieser Punkte ist nun mal wieder passiert und Ich möchte darüber kurz berichten:

Fangen wir aber am Anfang an. Zuerst kam der Plan den Controller „nur“ fürs Süßwasser zu benutzen. Logisch irgendwie da ich zu dem Zeitpunkt noch kein Meerwasseraquarium hatte und Ich ja zu aller erst das Programmiere und entwickel was ich gerne hätte. Daher war die Basis auch zuerst der kaufbare Due mit einem TFT Shield für Display wo das Userinterface drauf programmiert wurde. Dies ging auch relativ schnell und so hatte ich zumindest grobe Screens nach wenigen Tagen und Wochen fertig. Dann ging es los mit den Problemen:
Durch die Erfahrung mit dem DIY MiniController und dem MiniControll wusste ich dass, wenn dieses Projekt auch mal unter anderen AQ’s hängen sollte, Ich weg muss von Kabeln und möglichst viel direkt auf ein Shield packen muss. Der erste draft dazu war zwar schon direkt zu anfang gemacht wurden, aber die Umsetzung von dem zu einer „guten“ Lösung wurde von Fehlschlägen, nicht funktionierenden Platinen (3 bisher), Fehlenden oder fehlerhaften Libaries und zu guter letzt sogar einer Fehlerhaften Arduino IDE begleitet. (Naja, ist ja auch Offiziell nur ne Beta…)
Irgendwann war es dann aber soweit das die Shields funktionierten (zumindest das TFT) und Ich mir weitere gedanken machen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war Ich auch in besitz eines Meerwasser AQ’s und entdeckte die Möglichkeiten neue Spielerreien unter zu bringen:
Lebendfutterversorgung, Oszillationssteuerung, Strömungspumpensteuerung, Wasserlevel Überwachung… Ja und da ist ja auch noch das mit den Funksteckdosen, Wlan, Leitwert und Redox Messung und und und…
Frei nach dem Motto „Entdecke die möglichkeiten“ wurde weiter gearbeitet und sich vom Due Shield verabschiedet. Warum fragt Ihr euch? Die beiden Hauptgründe möchte ich nennen:
1. Wisst Ihr wie nervend es ist über 100 Pins an zu löten? Mich hat es generved und daher wollte ich es vereinfachen.
2. PLATZ… z.Z. habe Ich TFT, Minicontrol, 2 Atlas Scientific Stamps, 2 BNC Connectors, 2 RF433 Module (Send/Recieve), 8 Relays, 2 Temperatur Sensoren, 3 Pumpen und einen UART Anschluss für Wlan auf dem Board. Das war zuviel für ein Shield welches Due R3 Form Faktor hätte (bisschen größer).
Des weiteren gab es kleinere Gründe die mir am Due nicht passten:
– Sam3X interne Uhr hatte keinen Anschluss für Backup Batterie
– Der Due Reset löscht die RTC Einstellungen, der Softreset ist nicht angeschlossen
– Anschluss an PC löst nen Hardreset aus inc Löschen der RTC ect…
– Einige der Sam3x Pins werden nicht rausgeführt, sind doppelt belegt oder unschlau (für meinen Plan) plaziert. Es wären 20 mehr Pins möglich für andere Komponenten + das der UART0 (Serial oder RX/TX) für die Programmierung verwendet wird OBWOHL dies über den internen USB auch möglich wäre.
Aber, und das ist der Grund warum ich heute eigentlich angefangen habe zu schreiben, wer bitte schön brauch so viele Pins??? Ich meine der Due hat 44 Digitale Pins, 3 UART und 12 Analoge Pins die Frei und unabhängig von einander Verwendet werden können. Doch rechnen wir mal:
29 Pins werden durch das TFT Belegt. 3 UART für AS Stamps und Wlan, 2 Temp, 3 Pumpen, 3 Futter, 2 Nachfüllautomatik, 8 Relays, 2 Rf433 und dann noch 11 Pins und 1 UART der an die Minicontrol weiter geschliffen werden sollen: Ja dann hätten wir schon mal 60 Pins. Alleine da fehlen schon 4 Pins und Ich habe immer noch nicht die Möglichkeit geschaffen später einmal einen neuen Sensor anschließen zu können…

Nun merkt Ihr evt wie „Interessant“ es ist so einen Controller zu planen, programmieren, entwerfen und um zu setzen. Ich für meinen Teil überlege grade wo Ich anfange funktionen wieder zu streichen und/oder was Ich in „Meinem“ Sam3 Board umsetze aber nicht den Usern die einen Due oder sogar Mega selber basteln und verdrahten zur verfügung stelle… Eine schwere Entscheidung.

Vorzeitige Weihnachten

Weihnachten… Die Zeit des Kommerzes und des Sinnlosen Geldausgebens wo nicht das harmonische Beisammensein mit der Familie wichtig ist sondern es einzig und alleine darum geht wer das neuste, modernste und teuerste Geschenk kauft und am besten noch etwas was die Familie und besonders die Kinder dazu bringt das man nicht mehr mit ihnen spielen muss sondern sie ganz bequem vor dem Computer, Konsole oder so parken kann!

Ja man kann es erahnen, Ich bin kein Freund der modernen Entwicklung und dem was die Werbung uns suggeriert, da Ich aber meine Postings gerne mit einem einleitenden Satz eröffne empfand ich es als akzeptabel einmal ein wenig Kritik an der Werbung und unserer Konsumgesellschaft zu üben.

 

Nun aber wieder zurück dazu warum Ich hier vor frühzeitigen Weihnachten spreche:
Auch Ich bin dem Kaufrausch verfallen und habe neues Spielzeug gekauft für das nächste Jahr. Zuerst einmal wäre da etwas wo Ich nun schon seit März dran arbeite, Einen Controller auf Sam3x8e Basis (aka Arduino Due) mit Touch display und jeglichem Scheiss den ich mir in meinem Kranken Kopf ausdenke…
Zuerst wollte ich diesen als Addon Platine entwickeln, einfach auf zu stecken auf einen Due mit allen benötigten Anschlüssen. Hierfür existieren inzwischen auch mehrere Prototypen und die Menüs und einstellungen sind fast fertig. Doch der Lötaufwand für eine solche Platine, der EK des Due in Deutschland ist mit 40-50€ recht hoch. Klar man kann diesen natürlich in China für 15€ kaufen als Clone, was Ich ja auch mache aber trotzdem… Ich wollte einen Controller der auf das Optimiert ist was Ich mir vorstelle.

Ich präsentiere, den Prototypen des AquaGrow Sam3 Controllers

Sam3

Die entwicklung ist inzwischen allerdings sehr richtung Meerwasser gegangen, obwohl immer noch alle wichtigen Funktionen des Süßwassers unterstützt werden.
Anschluss für MiniControl mit 6 Dosierpumpen, Ventilator, LED Temperaturüberwachung, 16 (Einzel-)Kanal LED Dimmung, 3 zusätzlichen Digital/Analoge Ports
TFT Anschluss für „standard“ 8bit parralel, SD Card, Touch (3,2″/5″)
10 Analoge/Digital Ports, 4 Digital Ports zur freien Verfügung -> Anschluss Sensoren für Wasserstand, Nachfüllautomatik, 2x Futterautomat, Lebendfutter ect
RF433Mhz Sockel zum Auslesen/ansteuern von Funksteckdosen
2 Steckplätze für Atlas Scientific Stamps wie PH, Leitwert, Redox
2 Zusätzliche Temperatursensoren -> Wassertemp, Bodentemp mit Differenz Steuerung
2 Strömungspumpen oder andere PWM Steuerungen
1 Oscilattionssteuerung für Meeresströmung/Wellenbewegung über Servos
Zusätzlich kann noch 1 I2C Kanal getrennt abgegriffen werden und die Sam3 interne Uhr mit Backup Batterie verwendet werden. Wenn das klappt ist man in zukunft nicht mehr auf die RTC der Mini angewiesen und ich könnte da auch kleinere, günstigerere Boards bauen (Zukunftspläne).

 

Mein 2tes Geschenk besteht dann in dem wunsch kleine, Flache Lampen mit hohem Bedienkomfort bauen zu können mit LED Dimmung. Hierfür wurde eine Minicontrol auf das wichtigste kastriert und um SPI Interface erweitert. Dazu ist der Nano Sockel runter geflogen und ein MCU mit passendem Serial USB Converter drauf gekommen… Hört sich kompliziert an? ist es aber nicht. Denkt euch einfach ein TFT, so groß wie ein Feuerzeug mit LED Dimmung und Ihr wisst was ich vor habe. Das ganze soll dann aber nach wie vor auch über eine Temperatur und Lüftersteuerung verfügen und möglichst einfach ein zu stellen sein. Der USB ist eigentlich auch nur für Updates da, weil Ich den gesammten Code schon vorab aufspielen kann.

MiniTFT

Sollten die Platinen und die umsetzung der Sam3 erfolgreich sein wird die Version 1.2 der MiniControl ebenfalls über fertige Controller verfügen anstelle der Nano Sockel. Statt verbindungen zum Sam3 wird die Platine dann reduziert und für LED und Dosierpumpen eine neue Platine treten ohne Uhr aber den erweiterungen die im jetzigen Layout nicht zur verfügung stehen,

 

Zu guter letzt habe Ich mich einmal mehr meinen KSQ angenommen. Nachdem Ich wusste das Ich den Strom und Helligkeit über Poti einstellen kann, warum dann nicht diesen auf die Platine setzen, sie vorab auf 1200mA einstellen lassen und jedem User die chance geben „seinen“ Strom selber zu bestimmen? Gesagt, getan: neue KSQ sind auf dem weg. Dank eines Bekannten habe Ich auch in einem ein Upgrade geplant des LED driver IC. Sollten diese Platinen funktionieren werden in Zukunft Chips verbaut die bis zu 40V Pro Kanal ab können und somit (durch Verfügbare Netzteile) ohne weiteres bis 35V (36V Netzteil) belastet werden können.

KSQ_ZLED

 

Und dann noch etwas ganz wichtiges: Alle Platinen wurden mit 3mm Bohrungen versehen um sie endlich vernünftig an bringen zu können.

Freut euch mit mir aufs neue Jahr!!!